Wie funktioniert HR-Analytics?
Der Prozess der HR-Analytics teilt sich in vier Abschnitte auf:
1. Datenerfassung
Definieren Sie die Leistungskennzahlen, die Sie im HR-Analytics-Prozess vergleichen. Zu den gängigen KPIs zählen zum Beispiel:
- Eingegangene Bewerbungen
- Qualität des Recruiting-Kanals
- Rekrutierungsrate
- Krankheitsquote
- Fluktuationsrate
- Anzahl Mitarbeiter
- Vollzeitäquivalent (FTE)
Zur schnellen Datenerfassung und -integration bietet es sich an, ein Berichtsystem einzuführen. Am besten eignet sich dazu eine Personalcontrolling-Software. Diese erlaubt auch die Aufgliederung, Organisation und Archivierung von HR-Daten.
2. Datenüberwachung und -messung
Setzen Sie die Kennzahlen in einen Kontext. Dazu vergleichen Sie die erfasste Big-HR-Data mit den definierten KPIs. Voraussetzung dafür ist, dass Sie die neuen HR-Daten über einen längeren Zeitraum konsistent überwachen.
3. Datenanalyse
Untersuchen Sie die gesammelten Daten, um spezielle Entwicklungen sowie kritische Trends zu erkennen und gegebenenfalls vorzubeugen. Es existieren drei Methoden, um HR-Daten zu analysieren:
- Deskriptive Analyse: Fokus liegt darauf, historische Daten zu verstehen und auszuwerten.
- Prädiktive Analyse: Untersucht mithilfe statistischer Modelle die historischen HR-Daten und erkennt so potenzielle zukünftige Risiken.
- Präskriptive Analyse: Versucht, anhand der Ergebnisse die Folgen für das Unternehmen abzuschätzen.
4. Schlussfolgerungen ziehen und in Maßnahmen umsetzen
Human-Resource-Analytics ist erst dann sinnvoll, wenn Sie anhand der analysierten Metriken Schlussfolgerungen ziehen und Maßnahmen ergreifen. So beugen Sie unter anderem hohen Recruiting-Kosten oder Fluktuationsraten vor.
Die Messung und Auswertung der Big Data in HR ist ein fortwährender Prozess. Daher lohnt es sich für Unternehmen ab einer gewissen Größenordnung, einen Mitarbeiter der Personalabteilung als HR-Data-Analyst zu beschäftigen oder diesen gar neu einzustellen. Aber auch kleinere und mittlere Unternehmen profitieren davon, ihre Big Data zu analysieren. Mithilfe einer HR-Analytics-Software werten sie selbst große Datenmengen schnell aus – auch ohne einen HR-Data-Analysten einzustellen.