Die effizientesten Active-Sourcing-Methoden im Überblick
Erst mit den richtigen Methoden gewinnt Active Sourcing an Bedeutung. Denn je mehr das Active-Sourcing-Team weiß, wie es die Kandidaten am besten erreicht, umso höher sind die Chancen auf erfolgreiche Neueinstellungen.
Zu den wichtigsten Active-Sourcing-Methoden zählen:
Talentpools
Im Talentpool speichern Recruiter die Daten von Fachkräften, mit denen das Unternehmen in der Vergangenheit Kontakt hatte. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Praktikanten, ehemalige Mitarbeiter oder Messekontakte handelt. Der Vorteil: Sobald eine Stelle zu dem Kandidaten passt, können Recruiter diesen direkt aus ihrer Datenbank heraus kontaktieren. Werden die Unterlagen länger als 6 Monate gespeichert, ist eine Einwilligung der Bewerbenden erforderlich.
Karriereseiten
Hierbei handelt es sich um ein Active-Sourcing-Tool, bei dem die Initiative von den Kandidaten voraussetzt. Diese gelangen bei ihrer Jobsuche auf der Karriereseite und können sich über die Stelle informieren. Recruiter haben jedoch die Möglichkeit, sich durch einzigartige und kreative Karriereseiten vom Wettbewerb abzuheben.
Harvesting
Bei dieser Active-Sourcing-Strategie durchsuchen Recruiter Karriereplattformen systematisch nach speziellen Qualifikationen der Kandidaten. Dieses Vorgehen kostet zwar Zeit, ist aber effektiv, da auf diese Weise außergewöhnlich viele Profile auf Brauchbarkeit geprüft werden.
Referral Sourcing
Beim Referral Sourcing, auch Mitarbeiterempfehlung genannt, analysieren Recruiting-Teams die Kontakte der Fachkräfte, die das Unternehmen bereits angestellt hat. Ist ein geeigneter Kandidat im Netzwerk vorhanden, kontaktieren sie diesen im Anschluss. Bei diesem Vorgehen ist eine geeignete Bewerbermanagement-Software mit entsprechenden Filtermöglichkeiten empfehlenswert.
Hierbei suchen die Recruiter nach passenden Social-Media-Profilen und schreiben diese direkt an. Themen wie LinkedIn Recruiting oder die Nutzung von Plattformen wie XING ist bei Active Sourcern besonders beliebt, da sich auf den Plattformen Fachkräfte aus verschiedenen Branchen aufhalten. Bei der Recherche spielen die richtigen Suchbegriffe sowie die Ansprache eine große Rolle für den Erfolg.
Talent Mining in Suchmaschinen und Boolesche Suche
Die Boolesche Suche ermöglicht es HR-Teams, mittels spezifischer Befehle in Suchmaschinen oder auf Social-Media-Plattformen die richtigen Fachkräfte zu finden.
Zu den wichtigsten Booleschen Befehlen zählen:
- AND: Liefert Ergebnisse, die auf den einen und den anderen Begriff der Suchanfrage zutreffen (hr manager AND berlin).
- OR: Zeigt alle Ergebnisse, die auf den einen oder den anderen Suchbegriff zutreffen (human resources OR headhunter OR recruiter).
- NOT: Die Ergebnisse enthalten den einen Suchbegriff, den anderen aber nicht (hr manager NOT sales).
- * (Wildcard): Zeigt alle Ergebnisse, die den Begriff vor dem Sternchen enthalten (human ressource* liefert Ergebnisse wie Human Ressource Manager, Human Ressource Management oder Human Ressource Team).
- „“ (Anführungszeichen): Die Ergebnisse entsprechen exakt dem Suchbegriff („Senior HR Manager”).
CV Database Search
Die CV Database Search ist noch tiefgreifender als das Profile Mining. Hier entscheiden nicht nur grundlegende Übereinstimmungen, wie der momentane Jobtitel, über die Kontaktaufnahme. Bei der CV Database Search analysiert das Active-Sourcing-Personal ganze Lebensläufe nach detaillierten Informationen. Auch bei dieser Form des Active Sourcings lohnt sich ein Bewerbermanagementsystem mit entsprechenden Filterfunktionen.
Messen und Events
Klassisches Active Sourcing auf Messen und Events erlaubt es Unternehmen, durch den persönlichen Kontakt eine Bindung aufzubauen und so zu überzeugen. Auf diese Weise wird für beide Seiten schneller deutlich, ob die gemeinsamen Ansprüche sowie der Cultural Fit übereinstimmen und ein gemeinsames Arbeitsverhältnis infrage kommt.
Campus Recruiting
Auch hier profitieren Unternehmen vom persönlichen Kontakt, da sich Kandidaten durch Praktika oder Werkstudentenjobs bereits während des Studiums an ein Unternehmen binden. Nach dem Studienabschluss übernehmen Betriebe die Kandidaten im Idealfall direkt. Orientierungstage oder Seminare an Hochschulen und Universitäten eignen sich besonders, um den ersten Kontakt herzustellen.
Was sind die Vor- und Nachteile von Active Sourcing?